Designer Beruf Art Director
Was macht eigentlich ein Art Director?
Während Kreativität, verstanden als Innovation, unverzichtbar bleibt und mehr denn je gefragt ist, hat sich eine fundierte Berufsausbildung an einer Art Direction und einem Design-Management zu orientieren, die alle Fakten des Marketing, seine Vorgaben und seine Möglichkeiten, in Konzeption und Planung einbezieht; sie ist funktionsbewußt und zukunftsorientiert.
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Art Direction ist die Koordination von Zusammenhängen und Ideenfindung, Dokumentation, Analyse, Konzeption, Copy- Strategie und Realisation der funktionsbedingten Absicht.
Ein Art Director (Abkürzung AD) ist die gängige Berufsbezeichnung für einen erfahrenen und leitenden Grafiker oder für den „künstlerischen“ Leiter im Bereich von Filmproduktionen. Auch wenn die Bezeichnung weder geschützt noch einheitlich zu definieren ist setzt sie normalerweise mehrjährige Ausbildung (bzw. Studium) und ebenfalls eine mehrjährige Berufserfahrung voraus. Ein Art Director entwickelt allgemein gesprochen die künstlerische, visuelle Umsetzung und begleitet dabei alle kreativen Produktionsvorgänge (z.B. Fotoshooting, Filmdreh, Set-Design, Animation, Layout etc.). Damit übernimmt er dann häufig auch die „künstlerische Verantwortung“ für eine Produktion.
Im Speziellen gestaltet sich die Verantwortlichkeit im Beruf Art Director branchenspezifisch unterschiedlich:
- Im Bereich der Werbegrafik und visuellen Kommunikation: mit teilweise leitender Funktion
- Im Verlagswesen, insb. bei Zeitschriften: mit leitender Funktion im Bereich des Visuellen (analog dem Chefredakteur für Textliches)
- Im Bereich der Filmproduktion: mit leitender Funktion für die künstlerische Ausstattung (insbesondere Set-Design)
Ein guter Art Director zeichnet sich insbesondere durch ein hohes Maß an Kreativität, Team- und Führungsqualität sowie Produktionserfahrung aus.
Der Art Director beginnt seinen beruflichen Werdegang als Junior Art Director.
Der Begriff Art Director kommt aus dem Amerikanischen, wobei zu beachten ist, dass mit „art“ im Englischen meist die angewandte Kunst im Gegensatz zu den „fine arts“, gleichbedeutend mit „Freier Kunst“, gemeint ist. Die Bezeichnung wird sinngemäß seit den 60er Jahren auch zunehmend in Deutschland verwandt.
Der Art Director oder AD beeinflusst und koordiniert alle kreativen Arbeiten im Bereich Gestaltung, Grafik und Text. Daher ist die Ausbildung in der Gestaltung, beim Film, in Fotografie und Typografie erforderlich. Weiters sind fundierte Kenntnisse über die Werbewirkung unabdingbar. Der sogenannte „gute Geschmack“ ist ebenfalls eine Grundvoraussetzung, um in diesem Job erfolgreich tätig zu sein.
Er entwickelt kreative Ideen für eine Werbekampagne und ist gesamtverantwortlich für den visuellen Teil eines Konzepts. In engem Austausch mit dem Auftraggeber und dem Kreativdirektor der Agentur werden gestalterische Alternativen erarbeitet. Ein Art Director lebt von seinem Ideenreichtum, seinem Stilgefühl sowie seiner Fähigkeit konzeptionell zu denken. Die konzeptionelle Arbeit und das Dirigieren der gestalterischen Arbeit unterscheidet ihn vom Grafiker und Layouter.

Art Director in den Nachrichten
Art Director Beruf oder Berufung?
Klingt cool heutzutage, wenn man seinen Freunden erzählt, man sei Art Director, oder? Alles staunt und denkt, hey, wie kann man in so jungen Jahren schon Direktor sein, ohne einen reichen Papa zu haben. Das Geheimnis liegt in dem winzigen Buchstaben "k". Ein director im englischen Sprachgebrauch - und davon reden wir hier - bedeutet ja eigentlich Regisseur (vgl. director's cut bei Spielfilmen) und hat mit dem deutschen Direktor wenig zu tun. Und Art heißt übersetzt Kunst.
Also: Ein Art Director ist eine hauptsächlich in der Werbebranche gebräuchliche Berufsbezeichnung für Leute, welche die kreative Leistung in künstlerischer Hinsicht "dirigieren".
Ausbildung
Ein Art Director sollte eine (möglichst) abgeschlossene Ausbildung als Kommunikations- Designer mitbringen. Diese erhält man an Hochschulen oder Fachhochschulen, natürlich gibt es auch private Ausbildungsstätten. Jedenfalls hält man am Schluss ein Diplom in der Hand und wundert sich, dass kein Mensch es sehen will.
Viel wichtiger ist das, womit man sich schon ca. 4 - 5 Jahre davor für den Ausbildungsplatz beworben hat: Die Mappe!!!
Wenn man es versäumt hat, während der Studienzeit bereits reichlich Erfahrung (und Arbeitsbeispiele) in Form von Praktika zu sammeln, wird man in seiner Mappe vermutlich die liebevoll gebastelte Diplomarbeit präsentieren neben einigen pubertären Zeichnungen und einigen mehr oder weniger gelungenen Semesterarbeiten. Merke also: Minsdestens genauso wichtig wie die eigentliche Studienzeit ist das, was man auf eigene Faust in diversen Praktika lernt. Ganz nebenbei knüpft man dabei erste Kontake zu seinem späteren Arbeitgeber. Die Erfahrung zeigt, das die meisten Praktikanten ernst gemeinte Job- Angebote bekommen, sofern sie sich nicht total blöd anstellen.
Karriere
Auch ein Art Director durchläuft innerhalb der beruflichen Laufbahn verschiedene Hierarchie- Stufen, auch wenn das nicht unbedingt linear und überall gleic
h ist: Man steigt als Junior Art Director ein zu einem Gehalt über das ein BWL Absolvent in schallendes Gelächter ausbricht. In dieser Funktion geht man seinen Kollegen zur Hand, hält Augen und Ohren offen und Mund geschlossen. Und man lernt, dass man in einem Team arbeitet.
Legt man den "Junior" nach ein bis zwei Jahren Berufserfahrung ab, bürdet man sich zum Ausgleich Verantwortung auf und beginnt, eigene Projekte zu leiten. Alles noch unter der Aufsicht von erfahreneren Kollegen innerhalb eines eingespielten Teams. In den seltensten Fällen ist man nun noch bei dem gleichen Unternehmen, bei dem man eingestigen ist, und hoffentlich auch nicht mehr bei dem anfänglichen Gehaltsniveau.
Irgendwann wird man als Senior Art Director bezeichnet und denkt sich: Was ist denn jetzt los? Ich habe doch gerade meinen 32. Geburtstag gefeiert. Aber so sind nun mal die Bezeichnungen. In diesem Stadium sollten einige Weichen gestellt werden:
- Man könnte sich zum Beispiel auf ein gemütliches Leben hinter seinem 21 Zoll Monitor einrichten, seine Gruppe (als sog. group- head) leiten und tagein tagaus einen guten Job abliefern. Eigentlich nicht unbedingt das Schlechteste.
- Ambitioniertere Naturen wollen weiter kommen: Entsprechenden kreativen Weitblick und das nötige Durchsetzungsvermögen vorausgesetzt strebt man die Funktion des Creativ Directors an, womit man dann die Management- Ebene erreicht hat (Firmenwagen inclusive).
- Die ganz Mutigen und Cleveren haben ihre Zeit genutzt, Kontakte sowohl zu hervorragenden Kollegen als auch zu potentiellen Kunden zu knüpfen um sich jetzt mit einem eigenen Kreativ- Schuppen selbständig zu machen. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass dieser Schritt natürlich auch sofort nach dem Studium möglich ist unter Umgehung aller vorher beschriebener Stationen. Kann funktionieren, kann aber auch mächtig in die Hose gehen.
Darüberhinaus bietet das Umfeld dieser Berufssparte natürlich diverse andere Nischen, in
die man sich "hineinspezialisieren" kann, wie zum Beispiel Webdesign, Filmproduktion, Verlage, etc.
Berufsbild
Art Directoren arbeiten ganz selten allein im stillen Kämmerlein vor sich hin. Da die Ergebnisse ihrer Arbeit im weitesten Sinn eine Botschaft übermitteln (deshalb auch Kommunikations- Designer und nicht wie früher Grafik- Designer), ist meistens neben der bildlichen Aussage auch eine textliche Aussage vorhanden. Diese wird hauptsächlich vom "Texter" erarbeitet, womit auch bereits die Minimal- Konfiguration eines Kreativ- Teams umrissen wäre. Art Directoren sollten Meister der bildnerischen Mittel sein und dafür sorgen, dass die zu treffende Aussage von denen, an die sie gerichtet ist auch wirklich so verstanden wird wie sie gemeint war. Das setzt heutzutage eigentlich weniger Zeichentalent als vielmehr Gespür für Bildwirkung voraus. Ok, vorher sollten sich Art Direktoren natürlich überlegen, was sie überhaupt wie aussagen wollen. Das nennt man Konzept. Es wird vom Art/Text Team erarbeitet unter Berücksichtigung der Wünsche und Vorgaben des Kunden und in Absprache mit dem gegebenenfalls vorhanden Creativ Chef. Hier zeigt sich ein in meinen Augen sehr wichtiger Aspekt dieses Berufes: Es ist weder künstlerischer Firlefanz, noch selbstgefälliger Eigensinn sondern eine Dienstleistung!
Der Arbeitsalltag ist im allgemeinen (insbesondere in den angesagten Kreativ- Schmieden) von großem Zeitdruck und entsprechend vielen Überstunden geprägt. Das wird nur teilweise wieder entschärft durch eine super lockere und familiäre Athmosphäre (man duzt sich häufig). Das wichtigste Werkzeug ist der Rechner, meistens Apple Macintosh, und hier die Programme Photoshop, Quark XPress und Illustrator. Neuerdings werden immer häufiger Präsentationen mit Powerpoint erstellt.
Sind die Ideen entwickelt und eventuell sogar dem Kunden verkauft ist ein Art Director immer noch für die weitere Umsetzung verantwortlich. Das bedeutet konkret, dass die Vervielfältigung (und alles was dazugehört) überwacht werden muss. Sei dies der Druck oder ein Shooting (Film oder Foto), oder ein Webauftritt oder eine interaktive Benutzung oder was auch immer. Genausowenig wie Astronauten ständig ins All fliegen sind Art Directoren ständig dabei, kreative Ideen auszubrüten. Wie in jedem Beruf gibt es das sogenannte Tagesgeschäft, bei dem einfach nur stupide Aufgaben abgearbeitet werden müssen.
Fazit
Bodenständig wäre zwar zu viel gesagt, aber so hip, wie es zuweilen (vor allem für Aussenstehende) den Anschein hat ist der Beruf des Art Directors auch nicht immer. Aber manchmal schon. Viel wichtiger jedoch ist meiner Meinung nach das nach wie vor recht lockere Umfeld, dabei trotzdem niveauvoll und weltoffen. Das alles darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es meistens um knallharte Geschäfte geht, zuweilen um sehr viel Geld, verbunden mit der Schwierigkeit, die kreative Leistung objektiv zu messen. Wer neben seiner kreativen Neigung mit einer guten Portion Humor und einer noch größeren Portion gesundem Menschenverstand ausgestattet ist, sollte sich mal näher nach dem Beruf des Art Directors erkundigen.