Haptik

Als "Lehre vom Tastsinn" spielt die Haptik insbesondere in der Ergonomie eine zentrale Rolle. So entscheidet der Tastsinn des Konsumenten über die Griffsicherheit eines Geräts. Emotional wirken zu glatte Oberflächen kalt und abstoßend, ein zu raues Material verletzend. Die Firma Braun hat beispielsweise für ihre Spitzenrasierer spezielle Kunststoffe entwickelt, die eine angenehme und sichere Griffigkeit bieten.

Als haptische Wahrnehmung (griech.: haptikos = greifbar, deutsch Tastsinn) bezeichnet man eine Sinneswahrnehmung von Lebewesen, mit der bestimmte mechanische Reize wahrgenommen werden können. Die Gesamtheit der haptischen Wahrnehmungen erlaubt es dem Gehirn, Berührungen, Temperaturreize und Schmerz zu lokalisieren und zu bewerten. Es wird unterschieden zwischen

  • taktiler Wahrnehmung (Oberflächensensibilität),
  • Temperaturwahrnehmung und
  • Schmerzwahrnehmung.

In der Neurologie und Wahrnehmungspsychologie bezeichnet der Begriff die aktive taktile Exploration einer Oberfläche (im Gegensatz zur Wahrnehmung passiver Reizeinwirkungen wie Druck oder Berührung). Für eine Übersicht über die Fühlsinne des Menschen siehe Sensibilität.

Die Lehre von der haptischen Wahrnehmung wird als Haptik bezeichnet.