Macbook mit Mac OS X Intel im 4 Monate Test

Es gibt schon sehr viele Reviews vom Apple Macbook im Internet. Warum sollte ich dann noch mehr dazu schreiben? Ich möchte einen ehrlichen Bericht über die Nutzungzeit von über 4 Monaten loswerden. Voller Begeisterung kaufte ich das neue heiße „Baby“ Macbook von Apple. Als eines der letzten Computer von Apple kam das Macbook mit Mac OS X Intel Prozessoren auf den Markt. Die Werbung dröhnte von unglaublichen Geschwindigkeiten.

Nebenbei kam erst im Underground, dann aber offiziell von Apple, dass es möglich ist auf den neuen Macs Windows nativ zu installieren (d.h. auf einer extra Portition der eingebauten Festplatte) mit der Option beim Hochfahren des Rechners zwischen beiden Betriebssystemen wählen zu können (Mac OS X oder Windows). Die ersten Versuche wurden von findigen Bastlern und selbstgeschriebener Software nach dem Erscheinen der ersten Apple Computer mit Intel Prozessor erfolgreich gemacht und es tauchten kurze Zeit danach Tutorials zu dem Thema auf. Apple setzte dem Treiben mehr oder weniger ein Ende zu mit dem Release von Bootcamp, einem Hilfs-Tool zum Installieren von Windows auf jedem Mac mit Mac OS X und Intel Prozessor.

Apple Macbook

Seit 1999 bin ich ein Mac User und es kam einem Paukenschlag gleich, Windows auf dem Mac??? Hilfe!!! Zum Glück gehörte ich noch nie zu den radikalen Mac Anhängern und kenne ich sehr genau die Vor- und Nachteile der beiden Betriebssysteme (Ich benutze grundsätzlich auch einen Windows PC, um allein das Web Design zu kontrollieren). Super schneller Macbook und auch noch mit einer Möglichkeit zwei Betriebssysteme darauf laufen zu lassen? Perfekt!

Da ich ein Powerbook G4 hatte, war ich natürlich der Überzeugung das Macbook Pro kaufen zu müssen. Nach dem Durchlesen der technischen Daten kamen aber immer mehr gute Gründe für den Kauf eines Macbooks mit Intel. Bei alten Ibooks konnte das zweite angeschlossene Monitor nur den Bildschirm spiegeln, d.h. genau das gleiche wie auf dem Monitor (nur grösser) darstellen. Das neue Intel Macbook konnte den externen Bildschirm aber als eine tatsächliche Erweiterung nutzen. Auch ein DVD-Brenner, Wlan (Airport) , Bluetooth und sogar eine eingebaute Webcam mit Micro waren schon an Board (beim mittleren Modell). Gekoppelt mit langer Batterielaufzeit und kompakter Grösse schon sehr beeindruckend. Da ich fast jedes zweite Wochenende im ICE längere Strecke fahre fand ich besonders die kompakte Grösse sehr ansprechend.

Die neuen spiegelglatten LCD Monitore haben ja sehr große Wellen in der Web Community geschlagen und so half ich meiner Entscheidung nach, in dem ich in einigen Apple Stores die Bildschirme mir genau angesehen habe. Die ganzen Bedenken bezüglich Spiegelung haben sich überhaupt nicht bestätigt, die Farben waren sehr kräftig und das grösste Problem der alten Flachbildschirme: fehlende, tiefe schwarze Farbe (war meistens eher grau) war damit behoben.

Macbook Dual Core Intel

Nach dem Kauf von Macbook OS X Intel Core Duo 2 GHz baute ich gleich 2 Gigabyte RAM (maximal möglich) und installierte ich alle Grafik Programme und erlebte ein blaues Wunder. Während alle Dienstprogramme und Safari unglaublich schnell waren, starteten und reagierten die großen Adobe Programme sehr langsam. Nach kurzer Recherche im Internet fand ich raus, dass Photoshop, Indesign, Illustrator aber auch Flash, Dreamweaver & Co. noch gar nicht die neuen Intel Prozessoren angepasst sind und laufen im speziellen „PowerPC“ Modus. Trotz dem Lesen verschiedenster Berichte und Tests kam es bei mir wirklich nicht an und ich war zutiefst enttäuscht über das Besitzen der besten Hardware, aber keiner Möglichkeit dessen Kraft vollkommen nutzen zu können.

Es bleibt mir (und allen anderen Besitzern von Macbooks mit Mac OS X Intel) nichts anderes übrig, als auf das Erscheinen der Big Design Programme der nächsten Generation zu warten. Dann werden sie alle für Intel umgeschrieben und deutlich schneller sein.

Eine andere Einschränkung musste ich leider später erleben: die Grafikkarte des Macbooks ist eine Onboard Intel Grafikkarte GMA 950 mit 64 MB Systemspeicher. Und deswegen kann Final Cut NICHT installiert werden. Die Software braucht eine „richtige“ Grafikkarte. Zum Glück brauche ich es nicht so oft und kann ein paar Kleinigkeiten mit IMovie erledigen. Schade aber, dass auf Seiten von Apple keinerlei Hinweis dazu gegeben hat…

Apple Macbook Intel OS X

Doch nach 4 Monaten intensiver Nutzung kann diesen Macbook mit gutem Gewissen jedem Empfehlen, wer einen echtes Multimedia Notebook für vielerlei Aufgaben braucht. Sehr leicht, mit tollem Monitor und Auflösung (1280 x 800), langer Batterie-Laufzeit (über 4 Stunden) ist es ein treuer Begleiter und ein akzeptabler Ersatz für einen Desktop Mac (Nur mit einem zweiten Monitor). Bis jetzt hatte er nur eine kleine Macke: in vielen Foren diskutiertes Problem vom leuchtenden (und aktivierten) Shift- und Num-Taste hat leider auch meinen Macbook erwischt! Wenn man sie ausschaltete funktionierten die beiden Tasten genau umgekehrt. Doch das Problem lässt sich durch Herausnehmen des Akkus über Nacht lösen.

Ob ich ein Macbook wieder kaufen würde? Leicht verärgert darüber, dass Apple nur nach 2 Monaten ein deutlich schnelleres Macbook mit Mac OS X Intel Dual Core auf den Markt warf und in Rücksicht auf das Verweigern von der Installation des Final Cuts würde ich vielleicht doch eher zum Macbook Pro greifen. Aber glücklich bin ich dem kleinen Bruder schon sehr…

Details zum neuesten Macbook Modell gibt es hier beim Apple Store Deutschland

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