Archiv der Kategorie: Architektur

Dachgarten Design New York

Ein neu erschienes Bildband des für seine Luftaufnahmen bekannten Fotografes Alex MacLean mit dem Titel „Up on the Roof: New York’s Hidden Skyline Spaces“ (deutsch: „Über den Dächern von New York“) bringt die Ästhetik des Urbanen Gardenings stark zum Ausdruck. Nicht nur gestresste Mitarbeiter der Großstadt, sondern auch Erholung Suchende Bewohner und nicht zuletzt gern unter freiem Himmel Feiernde sind von den grünen Oasen nahe dem Himmel verfallen.

alex-maclean-dachgarten-design

Rund ein Drittel der bebauten Flächen New Yorks entfällt auf Dachlandschaften, die zum Teil mehr oder weniger mit Pflanzen, Rasen und Swimming Pools ausgestatten sind. Die stark zum Einsatz kommenden Flachdächer fördern deren Verbreitung. Ihren Höhenpunkt erreichen die grünen Inseln oft bei extravaganten Luxus-Penthäusern der Stadt.

MacLean hat in seinen Luftbildern stets Muster auf der Erdoberfläche sichtbar gemacht und auf den Verfall der amerikanischen Landschaft hingewiesen. Nun zeigt er üppig begrünte Terrassen, überfüllte Pools, Restaurants und Schaugärten.

Infos:  Weiterlesen

Design Architektur Haus in der Wüste

Design Architektur Haus

Design Architektur Haus in der Wüste

Architekt Rick Joy sagt über dieses Meisterwerk in der Wüste: „Eigentlich ist es ein Stück Concept-Art“ über seine drei rostige Container, die fein säuberlich in der Sonora-Wüste westlich von Tucson, Arizona, errichtet wurden. Die drei Kästen haben ca. 140 Quadratmeter Grundfläche, zusammen aber bilden sie mit dem entfernter gelegenen Garagen-Käfig einen kleinen Weiler mit schmalen Gassen und Dorfplatz. Eine interessante Interpretation eines modernen mexikanischen Dorfes inmitten glühender Hitze.

Dieses Design Haus wurde auf dem frischen Portal der Design Zeitschrift „Schöner Wohnen“ vorgestellt:
www.schoener-wohnen.de

Designer Hütte in der Schweiz

Die neue Monte-Rosa-Hütte
Seit 110 Jahren steht an grandioser Lage über dem Grenzgletscher die Monte-Rosa Hütte der SAC-Sektion Monte Rosa. Dank einer Schenkung des Ingenieurs «Bétemps» an den SAC konnte damals dieser imposante Gletscherkessel für die Alpinisten erschlossen werden. Jetzt soll die beliebte Alpinunterkunft einem revolutionären Neubau weichen.

Das autarke Gebäude der von der ETHZ projektierten Monte-Rosa-Hütte in seiner grandiosen Extremlage über dem Grenzgletscher

Mit verschiedenen Erweiterungen der bestehenden Monte-Rosa-Hütte wurde immer wieder versucht, den Ansprüchen und dem Ansturm der Gäste Rechnung zu tragen. In den letzten Jahren aber nahmen die Verschleißerscheinungen zu, und die baulichen Mängel wurden zu groß, um sie durch die laufenden Unterhaltsarbeiten in den Griff zu bekommen. Die Sektion Monte Rosa als Hüttenbesitzerin und der SAC-Zentralverband beschäftigten sich darum seit längerem mit Ideen zu einer Gesamtsanierung, zu einem Um- oder sogar einem Neubau.

«State-of-the-art»-Hütte
Im Jahr 2003 gelangte die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich ETHZ mit dem Angebot an den SAC, im Rahmen ihres 150-Jahr-Jubiläums einen Hüttenbau für den SAC zu realisieren. Dieser sollte mittels neuester Technologien und innovativer Architektur sozusagen den «state of the art» im Gebirgsbau dokumentieren. Im Zentrum der Überlegungen stand von Anfang an ein möglichst autarkes Gebäude in dieser Extremlage.


Gemeinsam mit der ETHZ und den SAC-Sektionen wurde daraufhin ein geeignetes Hüttenbauprojekt evaluiert, wobei die ETHZ bei der Auswahl den Stichentscheid beanspruchte. So fiel die Wahl auf die Monte-Rosa-Hütte, was bei der hütten-besitzenden Sektion auf große Freude und Bereitschaft zur Umsetzung dieser anspruchsvollen Planungsform stieß.


Panoramaaussicht vom Restaurant bei Tag. Der Baubeginn ist für Sommer 2006 und die Betriebsaufnahme der neuen
Monte-Rosa-Hütte auf die Wintersaison 2006/07 vorgesehen.

Vier Semester, zwölf Konzepte, 33 Studenten
Neu und speziell war nicht nur die Idee der Zusammenarbeit zwischen dem SAC und der ETHZ, sondern auch die Art und Weise der Planung und deren Umsetzung: Das Projekt sollte von der Konzeptphase bis zur Baueingabe durch Architekturstudenten bearbeitet werden. Die Betreuung der Studenten sowie die Gesamtplanung stellte Professor Andrea Deplazes mit seinen Assistenten sicher.
Zudem wurden Fachplaner aller notwendigen Richtungen wie Statik, Haustechnik, Energieerzeugung, Kostenplaner in den Prozess einbezogen.

In die Planung der neuen Monte-Rosa-Hütte, die über vier Semester lief, waren nacheinander rund 33 Studenten involviert. In einer ersten Phase wurden Konzepte für neue Formen des Betriebs und der Organisation von Hüttenbauten erstellt. Auf dieser Basis erarbeiteten die Studenten im zweiten Semester zwölf Konzepte, die eine breite Palette von Nutzungsformen aufzeigten.
Zwei davon wurden in einer Vorjurierung im vergangenen Herbst zur vertieften Planung ausgewählt. Im April 2005 erkor die Jury, bestehend aus Fachleuten aller relevanten Richtungen, das Siegerprojekt «Glänzling», das von sieben Studenten noch einmal vertieft und baueingabereif bearbeitet wurde. Das nun vorliegende Bauprojekt definiert sowohl bezüglich architektonischer Form als auch energetischer Kenndaten das neue Bauen in extremen Lagen. Die neue Hütte ist zu über 90% energieautark und beschreitet in der inneren und äußeren Ausformung und der funktionellen Organisation Wege, die ihresgleichen suchen.


Die von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETHZ) geplante revolutionäre neue Monte-Rosa-Hütte bei Nacht. Sie dokumentiert mittels neuster Technologien und innovativer Architektur den «State-of-the-art» im Gebirgsbau.

Aufmerksamkeit garantiert
Am 22. Juni 2005 wurde die Baueingabe offiziell bei der Gemeinde Zermatt deponiert. Wenn keine Einsprachen erfolgen, sollte die Baubewilligung im Lauf des Monats September erteilt werden. Parallel dazu werden auf professioneller Basis die genaue Kostenermittlung, die Ausführungsplanung und die innere Detailplanung vorangetrieben. Geplant ist noch in diesem Jahr die offizielle Grundsteinlegung – sozusagen als Abschluss der 150-Jahr-Jubiläumsfeierlichkeiten der ETHZ. Der Baubeginn ist für Sommer 2006 und die Betriebsaufnahme der neuen Monte-Rosa-Hütte auf die Wintersaison 2006/07 vorgesehen.


Blick auf die Aufstiegstreppe, Teil des Projektes, das nicht nur auf nationales und internationales Medienecho stößt, sondern auch an der gegenwärtigen Weltausstellung im japanischen Aichi vertreten ist.

Grenzen gesprengt
Das Projekt stößt nicht nur auf nationales und internationales Medienecho, sondern ist auch an der gegenwärtigen Weltausstellung im japanischen Aichi Teil des Schweizer Pavillons. Dem interessierten Publikum wird dabei gezeigt, wie an Schweizer Hochschulen geforscht und welche Resultate erzielt werden. Insgesamt zeigt das Projekt neue Monte-Rosa-Hütte auf, dass mit einer gut strukturierten Vorbereitung und Planung auch in der heutigen Zeit Meilensteine gesetzt werden können. Hohe Priorität wurde dem Einbezug der Behörden und der Umweltverbände auf allen Ebenen sowie der offenen Information zu jedem Zeitpunkt eingeräumt. Dadurch konnten allfällige Konflikte in einem frühen Planungsstadium erkannt und darauf reagiert werden, was von allen Parteien geschätzt wurde.

Ein großes Verdienst an diesem außerordentlichen Projekt haben alle Beteiligten, insbesondere Prof. Meinrad R. Eberle, Projektleiter «150 Jahre ETHZ», Prof. Andrea Deplazes und Marcel Baumgartner, Projektleitung und Studentenbetreuung Studio Monte Rosa und die Verantwortlichen der Sektion Monte Rosa.


Alte Hütte Monte-Rosa

Design for All – niemand will ein Produkt für alte Menschen kaufen

Die westliche Welt wird alt. Schon im Jahr 2030 wird jeder Deutsche seinen 60. Geburtstag feiern. Produkte-Designer, Architekten und Dienstleister müssen diese Zielgruppe entdecken und begreifen. Doch die wenigsten Unternehmen reagieren auf den demographisch bedingten Wandel in der Gesellschaft. Und die wenigen Versuche, Telefone mit riesigen Tasten anzubieten floppten reihenweise, weil niemand als alt abgestempelt werden will. Auch der Testlauf eines Supermarktes für Alte in Österreich musste schließen, weil sich die älteren Menschen dort unwohl gefühlt haben und das Ganze als ein Ghetto für Senioren empfanden. Jung bleiben ja, aber alt werden die anderen. Die neue Strategie der Hersteller geht in die Richtung „Vital – bewahren was man hat“. Das war der Name der ersten Creme von Beiersdorf für reifere Haut. Viele 60-Jährige fühlen sich mindestens fünf Jahre jünger und wollen nicht als Senioren angesprochen werden. Bisher war die Wortmarke „Für Senioren“ ein Garant für den Flopp bei jedem Produktstart. Interessanterweise boomt genau diese Produktreihe bei den Herstellern von Haustierfutter. Das Bewusstsein ist da, dass man dem alternden Kater eine angepasste Ernährung geben sollte. Dagegen sich selbst einzugestehen, dass es die Zeit für den seniorengerechten Wohnungsumbau ist, ist viel schwieriger. So versucht ein Badezimmer-Hersteller die altersgerechte Dusche mit bodengleichem Einstieg auch als eine Designer-Dusche aus hochwertigen Materialien an den Markt zu bringen.

Das gute seniorengerechte Produkt-Design sollte immer eine Lösung für mehrere Generationen sein. Als alt abgestempelt, das will keiner. In der Architektur sollte man sensibler gegenüber vertikaler Erschließung der Häuser werden. Laut einer Umfrage, wünschten sich die meisten im Alter in einem Bungalow zu wohnen. Alle Wohnflächen auf einer Ebene. Was niemand will, ist eine voreingenommene Behandlung als Behinderter. Ein Haus, eine Wohnanlage und jedes Produkt braucht ein Design für lebenslange Nutzung.

Farben-LEDs in der Architektur

Die LEDs werden immer günstiger und stromsparender – eine sehr gute Kombination um große Flächen in die Leinwände zu verwandeln. Die Architektur als eine große Projektionsfläche für Designer, Architekten und Planer. Durch die Ansteuerung der RGB-Farbwerte jedes einzelnen LEDs können nicht nur Farbflächen sondern auch Animationen und Farbwechsel erzeugt werden.

Farben-LEDs an der Takarazuka University
Farben-LEDs an einem Hochhaus

Animationen sind mit den stromsparenden LEDs auch möglich:
LED Farben in RGB
Je kleiner die Fläche der eingesetzten Leuchtdioden, umso mehr Freiheit für die Gestaltung der Animation. Aus tausenden von Pixeln entsteht ja schliesslich auch ein Bild.