Semantische Suchmaschine

Die Startup-Firma Powerset aus San Francisco hat am Montag erstmals ihre Suchmaschine im Internet angeworfen. Der Start des Dienstes wurde seit Monaten erwartet, über die Erfolgschancen des wechselweise als „Google-Killer“ oder Übernahmeziel für Microsoft gehandelten Dienstes bereits in zahlreichen US-Medien spekuliert.

Powerset soll Eingaben in natürlicher Sprache verstehen und Antworten auf ausformulierte Fragen geben können. Einzelne Suchbegriffe sind ebenso zulässig. Der jetzt öffentlich zugängliche Dienst befindet sich noch in der Betaphase. Er liefert für viele Fragen tatsächlich eine klare Antwort sowie zusätzlich eine Zusammenfassung der zu der Frage gefundenen Informationen und eine Liste der wichtigsten Quellen im Internet. Anders als etwa Google oder Yahoo indexiert Powerset nicht das gesamte Web, sondern durchsucht derzeit nur Wikipedia-Dateien und die offene Datenbank Freebase. Die Quellen sollen nach und nach erweitert werden, wenn sich der Suchdienst als stabil erwiesen hat.

Derzeit versteht Powerset nur Eingaben in Englisch. Dabei analysiert der Suchdienst allerdings Wort für Wort und filtert nicht nur Schlüsselbegriffe aus wie herkömmliche Suchmaschinen. Der Suchraum von Powerset ist damit bedeutend kleiner, allerdings dauert es auch wesentlich länger, eine einzelne Seite zu analysieren. Ein einzelner Prozessor kann für eine Seite mehrere Sekunden brauchen, erklärte Barney Pell, einer der Powerset-Gründer.

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