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Leipzig - Hochschule für Grafik und Buchkunst

Diplom-Studiengänge: Malerei/Grafik, Buchkunst/Grafik-Design, Fotografie und Medienkunst

Die Hochschule für Grafik und Buchkunst bildet zum gegenwärtigen Zeitpunkt in den vier Diplom-Studiengängen Malerei/Grafik, Buchkunst/Grafik-Design, Fotografie und Medienkunst aus, welche auch das umfangreiche kunsttheoretische Lehrangebot integriert haben. Etwa 530 Studierende sind zur Zeit an der Hochschule einschließlich der Studierenden der Meisterschülerklassen eingeschrieben. Die Regelstudienzeit umfasst zehn Semester.

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Im Wintersemester 1999/00 wurde ein neuer Grundkurs eingerichtet. Der Grundkurs I vereint den interdisziplinären Grundlagenunterricht der Fachrichtungen Buchkunst/Grafik-Design, Medienkunst, Malerei/Grafik und Fotografie im ersten Studienjahr. Neben den Pflichtfächern Gestaltungslehre, Farbe und Raum, Schrift und Typografie sowie Anatomie werden eine Vielzahl von Werkstattkursen und Projekten angeboten, welche den Studierenden einen umfassenden Einblick in die Struktur und die technischen wie auch inhaltlichen Möglichkeiten der Hochschule bieten.

Kunstgeschichte und Philosophie sind integrale Bestandteile des gesamten Studiums an der HGB. Das Lehrangebot der Theorie begleitet und reflektiert die künstlerisch-praktische Ausbildung. Es ist auf die Besonderheiten der einzelnen Ausbildungsphasen und Fachrichtungen abgestimmt. So gibt es für den Grundkurs ein gemeinsames Einführungsprogramm der Theorie-Dozenten. Diese Lehrveranstaltungen im Grundkurs sind obligatorisch.

Auf diese interdisziplinär künstlerisch ausgerichtete Phase folgt ein weiteres Jahr Grundstudium, das bereits eher fachspezifisch orientiert ist. Die Kunstgeschichte bietet ab diesem Jahr sowohl fachspezifische Veranstaltungen und Projekte für die einzelnen Fachgebiete an als auch fachübergreifende Veranstaltungen zu Grundfragen von Kunst und Bild.

Das zweite Studienjahr schließt mit dem Vordiplom ab. Danach suchen sich die Studierenden einen Fachklassenleiter ihrer Wahl, bei dem sie ihr Fachstudium bis zum Diplom fortführen. Zur Auswahl stehen ihnen in einem der vier möglichen Studiengänge verschiedene Fachklassen mit differenzierten Lehrangeboten.

Die Hochschule für Grafik und Buchkunst ist eine der ältesten Ausbildungsstätten für Fotografie in Deutschland. 1993 konnte diese Fachrichtung ihr 100-jähriges Jubiläum begehen. Heute werden im Studium die etablierten und klassischen Verfahren der Fotografie durch digitale Anwendungen ergänzt, was sich in der technischen Ausstattung wie in der Ausrichtung der Lehre deutlich macht. Ein Schwerpunkt der Ausbildung ist die Erarbeitung künstlerischer Positionen und Konzepte. Großer Wert wird auf die Auseinandersetzung der Studierenden mit der Geschichte und Theorie der Fotografie gelegt. Vier Fachklassen stehen zur Wahl, die sich in ihrer künstlerischen Ausrichtung ergänzen. Interdisziplinäre Aktivitäten, Gastvorträge und Projektunterricht runden das Spektrum ab und gestalten das Lehrangebot der Fachrichtung Fotografie zu einem der attraktivsten, differenziertesten und vielfältigsten an deutschen Kunsthochschulen.

Die Grundhaltung der Lehre der Fachrichtung Malerei/Grafik dieser Hochschule ist aus ihrer Tradition heraus figürlich-gegenständlich. Interdisziplinäre Lehre und befristete Professuren im Projekt »Licht und Raum«erweitern dieses Angebot im Bereich der konzeptuellen Kunst und des experimentellen Arbeitens. Fachrichtungsübergreifende Arbeitsmöglichkeiten mit Künstlern außerhalb der Hochschule gewährleisten Aktualität und Zeitbezug.

Die Auseinandersetzung mit Kunstgeschichte und der Kunst des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart ist, neben den Vorlesungen der Theorie, integrierter Bestandteil der praktischen Arbeit. Diese findet in vier Fachklassen mit unterschiedlichen Schwerpunkten und künstlerischen Haltungen statt.

Die Affinität zum Buch, welche die Leipziger Akademie über hundert Jahre prägte, ist heute nicht mehr allein Ausdruck der Lehre im Studiengang Buchkunst/Grafik-Design. Die Ausbildung ist offen für alle Anforderungen moderner und zukunftsweisender Technologien und Medien. In diesem Sinne versteht sie sich als Vermittlung von Grundlagen und Techniken visueller Kommunikation genauso wie als Reflektion und Nutzbarmachung traditioneller Methoden und Verfahren der Gebrauchsgrafik, des Grafik-Designs, der Illustration, der Buchgestaltung und der Typografie. Die Ambition moderne Technik und handwerkliches Können zu verbinden, ist ein Spezifikum dieses Studienganges. Grundsätzlich wird im Hauptstudium eine projektorientierte Form des Unterrichtes gesucht, die praxisnah bleibt und die Arbeit in Gruppen fördert.

Die Fachrichtung Medienkunst ist die jüngste unter den möglichen Studiengängen. Anfang der neunziger Jahre gegründet, expandierte sie schnell zu einer der interessantesten und stark frequentiertesten Ausbildungsrichtungen. Heute umfasst dieser Bereich drei Klassen: Medienkunst, Intermedia und die Klasse für interdisziplinäre Kunst.

Die zeitgenössische Kunst bezieht sich immer häufiger auf die zunehmende Mediatisierung unserer Gesellschaft. Technologische und wissenschaftliche Strömungen werden künstlerisch reflektiert und bearbeitet. Die Medienkunst fordert dazu heraus, ein Spektrum zwischen Low- und Hightech zu erproben. Simulation, Virtualität, Interaktivität und Konnektivität bilden den Hintergrund für die medienspezifischen Gestaltungsmittel. Das Spektrum der Arbeitsweisen reicht von der Computergrafik und -animation, der Entwicklung von Internet- und CD-ROM-Projekten, digitalen Audio- und Videoproduktionen bis hin zu Rauminstallationen und intermedialen Projekten.

 

 

Studiengang Fotografie

Fotografie als Fotografie, aber auch Fotografie als privilegiertes Instrument der verschiedenen künstlerischen Diskurse - in diesem Spannungsfeld bewegt sich die fotografische Ausbildung an der HGB Leipzig. Sie ist durch eine mediale Offenheit gekennzeichnet, die das Fotografische, verstanden als ein Prozess der Aufzeichnung und der Spurensicherung, über die Grenzen des eigentlichen Mediums hinausträgt und die Formen von Video und Film, Text- und Bildkombination, Installation, Objekte etc. annehmen lässt. Eine eigene Haltung und Bildsprache zu entwickeln, ist Ziel des Hauptstudiums.

Dieses teilt sich in die Klasse für Fotografie und Medien unter der Leitung von Joachim Brohm (derzeit Vertreten durch Heidi Specker), die Klasse für Fotografie im Feld der zeitgenössischen Kunst von Prof. Peter Piller, sowie in die Klassen für Fotografie von Tina Bara, Timm Rautert und Helfried Strauß auf. Sie strukturieren mit ihrem Unterricht und ihren Aktivitäten das Studium, welches sich als eine künstlerische Ausbildung in Abgrenzung zu der Programmatik von Studiengängen des Foto- oder Kommunikationsdesigns definieren lässt. Fortsetzung findet dieser Weg in fachübergreifenden Exkursionen und Projekten, bei denen die Auseinandersetzung mit der Kunst als prozesshaftes Erarbeiten von Inhalt und adäquater Form verstanden wird, die den individuellen Blick auf die Welt in eine eigenständige Position überführt.

Besondere Beachtung gilt der formalen Umsetzung im Rahmen des Diploms, in der die künstlerische Arbeit zu einer professionellen öffentlichen Präsentation findet.

 

 

 

 

Studiengang Malerei/Grafik

Das wichtigste Ziel des Studiums im Studiengang Malerei/Grafik ist es, das kreative und imaginäre Potential jedes Studierenden durch die kontinuierliche Auseinandersetzung mit den traditionellen und neuen Techniken der Malerei zu entwicklen. Dies geschieht zusammen mit der Wahrnehmung und / oder bewussten Abgrenzungen gegenüber anderen zeitgenössischen künstlerischen Techniken und Praktiken. Neben den zwei Klassen für Malerei und Grafik von Neo Rauch und Annette Schröter, leitet Astrid Klein eine Klasse für Bildende Kunst, Ulrich Hachulla die Klasse für Grafik und Ingo Meller die Klasse für Malerei/Bildende Kunst. Die Lehre erfolgt in allen Klassen nach einem ähnlichen Prinzip des Einzel- und Gruppenunterrichtes und wird erweitert durch fakultative Seminare und Projekte mit unterschiedlichen theoretischen und praktischen Schwerpunkten. Angestrebt wird, den Studierenden gründliche Voraussetzungen und Kompetenzen zu vermitteln, um mit dem Studienabschluss eine autarke künstlerische Position beziehen bzw. das Werk weiter selbständig konsolidieren zu können.

 

 

 

 

Studiengang Buchkunst/Grafik-Design

Mit einem kleinen Fächerkanon aus Systemdesign, Typografie, Illustration und Schrift hebt sich die HGB Leipzig vom häufigen Massenbetrieb anderer deutscher Hochschulen ab und unterrichtet vor allem mit den zwei letztgenannten Fächern in Bereichen, welche kaum noch gelehrt werden. Das Studieren in kleinen Gruppen bieten die Chance des intensiven Lernens und persönlicher Begegnungen. Während der Ausbildung, welche von den Lehrenden der einzelnen Klassen geprägt wird, ohne enge Grenzen zu setzen, finden auch klassenübergreifende Projekte statt.

Der zeichnerisch-illustrativen Arbeit, vom Bilderbuch bis zur interaktiven CD, widmet sich die Klasse Illustration von Thomas Matthaeus Müller.

Die intensive Auseinandersetzung mit der Type und der Schrift bildet den Mittelpunkt in der Klasse Typografie von Günter Karl Bose.

Mit der Klasse "Schrift im Feld digitaler Medien", unter der Leitung von Fred Smeijers, offeriert die Hochschule ein Angebot, das der notwendigen künstlerischen Erforschung zeitgemäßer Schrift Raum gibt.

 

 

 

 

Studiengang Medienkunst

Die Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst ist, als sehr junge Kunstform, in einem Feld dynamischer Prozesse platziert, deren Entwicklung und Ausgang weitestgehend noch nicht absehbar ist. Während sich die "traditionellen" Studiengänge an der HGB wie Malerei und Fotografie, in einem medial klar umrissenen Feld bewegen, kann die Medienkunst im Gegensatz dazu nicht auf ein überliefertes und lange erprobtes Vokabular zurückgreifen. Mittel der Bildfindung, Medienformate und Präsentation müssen vielmehr im Studium stets aufs Neue erprobt und von den Studierenden nach ihren Bedürfnissen entwickelt werden. Gefördert wird daher im Studium das Erproben und Entwickeln künstlerischer und technischer Kompetenz, das Erlangen von Kommunikations- und Organisationsfähigkeit, sowie die Reflektion über die Anschlussfähigkeit der eigenen Arbeit an künstlerische, gesellschaftliche und politische Fragen der Gegenwart. In Gruppen- und Projektarbeiten haben die Studierenden schon im Grundstudium nicht nur die Möglichkeit, ihre Stärken und Präferenzen zu entdecken, sondern sehen sich auch mit den organisatorischen Anforderungen des Ausstellens von der Konzeption einer künstlerischen Arbeit auf dem Papier bis hin zu ihrer Umsetzung und Präsentation im Raum konfrontiert. Neben der Betreuung durch die Lehrenden des Grund- und Hauptstudiums steht den Studierenden auch die Kompetenz der wissenschaftlichen Mitarbeiter des Fachbereichs zur Verfügung: So gibt es z.B. die Möglichkeit, ein professionell betreutes Audiovisuelles Labor zu nutzen oder sich bei der Programmierung komplexerer Anwendungen unterstützen zu lassen.

Im Hauptstudium stehen den Studierenden die Klassen von Alba D'Urbano, Joachim Blank, Ralf Urban Bühler sowie Helmut Mark offen.

Inhaltlich bestimmt nicht nur die Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten der "neuen" Medien im Gegensatz zu den traditionellen Medien oder die zunehmende Technisierung der Gesellschaft durch die digitalen Medien das Themenfeld, sondern ebenso die Untersuchung von Raum, Zeit, Aufmerksamkeit, Kommunikation und Partizipation bzw. Interaktion. Die Reflektion der Auswirkungen einer medial vermittelten und rasant beschleunigten Weltwahrnehmung auf das Bild der Welt und das des Menschen darin dient als Basis dieser Auseinandersetzung.

Die Studienrichtung Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst liefert die Möglichkeiten zu einer kritischen Beschäftigung mit diesen künstlerischen, kontext- und medienspezifischen Fragestellungen. Ziel der Ausbildung ist das Erlangen einer individuellen Arbeitsmethodik und die Formulierung einer eigenständigen künstlerischen Position. Den Studierenden stehen dazu nach dem Grundstudium bzw. dem Vordiplom vier Klassen zur Auswahl.

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