München - Design Studium
München - Fachhochschule
Studiengänge: Kommunikations-Design, Industrie-Design, Foto-Design
Berufsbild des Kommunikations-Designers
Der Kommunikations-Designer arbeitet mit visuellen Zeichen. Seine Aufgabe ist es, mit der Auswahl und dem Einsatz optischer Chiffren Wirkungen zu erzielen. Damit beeinflusst er das Kommunikationsverhalten der Menschen. Über die Verständigungstechnik des geschriebenen und gesprochenen Wortes hinaus, schafft er eine weitgefächerte Zeichensprache. Er verwendet ihre Symbole zur Informationsübermittlung. Dadurch wird Kommunikation komplexer und schneller.
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Zur Erreichung seines Design-Ziels benötigt er nicht nur ein breites fachspezifisches Wissen, das alle grafischen Techniken und Medien umfasst, sondern auch ein hohes Mass an künstlerischer Kreativität. Er muss sich immer wieder ein Bild machen können. Je phantasievoller die auf das Konzeptionsziel gerichteten Bilder sind, desto eher wird ihm ein Informationsaustausch (Dialog) gelingen. Der Dialog ist ein sozialer Vorgang. Deshalb übernimmtder Kommunikations-Designer eine gesellschaftliche Verantwortung.
Dazu muss er wissenschaftliche Erkenntnisse in den gesamten Gestaltungsprozess einbeziehen. Das heisst, er muss sich auch hier ein Bild von der Gesellschaft machen, mit deren Mitgliedern er in Kontakt tritt, deren Umwelt er gestaltet.
Aufgaben und Berufsfelder sind alle Bereiche der Massenmedien: Werbung, Video, Film, TV, Presse-Publikationen, Aufgaben aus Wissenschaft und Bildung, Schaffung von Orientierungssystemen, Arbeit als Autor mit eigenen Projekten zum Zwecke der Vermarktung sowie Betätigung im dreidimensionalen Bereich (Messe-und Ausstellungsgestaltung). Also auf allen Gebieten, wo sich über den Prozess visuell vermittelter Botschaften eine Kommunikationsabsicht vollzieht.
Die Berufslaufbahn bzw. Entwicklungsmöglichkeiten im Beruf lassen sich wie folgt beschreiben:
- Die Tätigkeit als selbständiger Kommunikations-Designer gestaltet sich in der Regel in Form einer Auftragsarbeit für direkte Kunden oder für mittelbare Kunden, d.h. z.B. Agenturen, die ihre Auftraggeber repräsentieren.
- Eine weitere Möglichkeit des selbständig arbeitenden Kommunikations- Designers besteht in der Entwicklung eigener Gestaltungs-Projekte (z.B. illustrierte Kinderbücher, Comics, Cartoons, Bildgeschichten, Trickfilme, Fotoreportagen, Illustrationen usw.), die er als Autor den entsprechenden Vertretern der Branche anbietet.
- Er kann arbeiten als Mitarbeiter oder Leiter eines Designer- Ateliers in weitgestreutem Einsatz als Mitglied eines Teams an Aufträgen, die vom Volumen her oft die Einschaltung einer Full-Service-Agentur nicht recht-fertigen.
- Nicht selten werden freie Designer- Ateliers wegen ihrer Spezialkenntnisse mit der grafischen Gestaltung von Aufträgen betraut.
- Weitere Betätigungsfelder für den angestelten Kommunikations-Designer sind die mittleren und grossen in- und ausländischen Werbeagenturen (Reinzeichner, Layouter, Typograf, Fotograf, Artdirector, Creativdirector usw.), die Werbe- und Publicrelations-Abteilungen grösserer Firmen der Industrie und Wirtschaft, die Verlage mit ihren Herstellungen, Lektoren und Redaktionen, die Programmabteilungen der Fernsehanstalten sowie alle Institutionen, Behörden, Parteien und Verbänden, die über Bildmedien Nachrichten übermitteln.
Industrie-Design
Beruf und Aufgabe
Industrial Design ist die Gestaltung von Industrieprodukten, die künstlerische Mitarbeit in Unternehmen und die kreative Einflußnahme auf die Gesellschaft im Sinne ganzheitlicher Qualität. Aufgabe des Industrial Designers ist es, arbeitsteilig im Zusammenspiel mit Unternehmer, Ingenieur und Kaufmann die ästhetischen, psychologischen, ergonomischen, sinnlichen und geistigen Bedürfnisse der Verbraucher in die Industrieproduktion einzubringen. Er wirkt zu diesem Zweck bei Produktplanung, Entwicklung und Realisation mit. Bei seiner koordinierenden Entwurfstätigkeit dienen ihm die Erkenntnisse der Wissenschaft und der Technik als Grundlage. Ziel seiner Tätigkeit ist es, daß die Industrieproduktion neben einer perfekten Technik und Distribution für den jeweiligen Benutzer angenehm im Gebrauch ist, seinen ethischen und ästhetischen Erwartungen entspricht und dadurch der Gesellschaft in wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht dient.
Eine Unterscheidung zwischen einem praktischen und einem Theoretischen Industrial Designer gibt es nicht, da die Designtätigkeit ein realitätsbezogenes, auf objektive Ziele ausgerichtetes künstlerisches Tun ist.
Wichtige Aufgabengebiete für das Industrial Design sind:
die Gestaltung von Produkten für die Konsumgüterindustrie:
- Verbrauchsgüter, Geschmacks- und Gebrauchsgüter, Verpackung, Schmuck, gestaltendes Handwerk
- Investitionsgüterindustrie: Maschinen, Anlagen, Arbeitsmittel, Innenräume,
- Bürokommunikation und Arbeitsplätze,
- Fahrzeugindustrie: Personen- und Lastwagen, Schienenfahrzeuge, Schiffe, Flugzeuge, Transportmittel
das Erstellen vonZielen, Konzepten, Entwürfen und Beurteilungen für Unternehmen und Institutionen:
- Unternehmensberatung,
- Erscheinungsbilder, Gesamtauftritte, Corporate Design,
das Freie Design und Forschen und die Entwicklung von kreativen Visionen für Wirtschaft und Gesellschaft:
- Zukunftsdesign,
- Experimentelles,
- Öffentlichkeitsarbeit,
- Umweltgestaltung.
Beruf und Berufung
Der Industrial Designer kann als selbständiger Designer oder als angestellter Designer für Industrie und Handwerk tätig werden, aber auch als Berater, Pädagoge oder Designkritiker in den verschiedenen Institutionen, Verbänden und Behörden. Entsprechend seiner Pionierfunktion wird er mehr oder weniger bereit sein müssen, seine innere Berufung auch ohne vorgezeichnete Laufbahn als kreativer Impulsgeber für die Gesellschaft zu verwirklichen.
Foto-Design
Aufgabe des Fotodesigners ist es, Informationen mit den Mitteln der Fotografie, der Videotechnik, des Films und anderer elektronischer Aufzeichnungsverfahren bildlich zu speichern, zu gestalten, zu inszenieren oder auch neu zu erfinden.
Studienziel
Ziel des Studiums ist es, den Studenten sowohl für eine projekt- und anwendungsbezogene wie auch eine eigenständige künstlerische Arbeit in allen Bereichen des Fotodesign auszubilden. Das Studium beinhaltet auch die aktive Auseinandersetzung mit angrenzenden Medien. Neben den praxisbezogenen Fotodesign-Fächern belegt der/die StudentIn bereits im Grundstudium wissenschaftlich-theoretische Fächer, durch die seine analytischen Fähigkeiten und historischen Kenntnisse gefördert werden und die ihn zu einem reflektierenden Einsatz seiner angewandten Arbeit anleiten oder künstlerischen Arbeit anregen soll.
