Stuttgart ABK - Design Studium
Stuttgart ABK - Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
An der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart ist ein Studium in folgenden Studiengängen möglich:
- Malerei - Diplom Freie Kunst
- Freie Grafik - Diplom Freie Kunst
- Bildhauerei - Diplom Freie Kunst
- Freie und angewandte Keramik - Diplom Freie Kunst
- Glasgestaltung - Diplom Freie Kunst
- Bühnenbild - Diplom Freie Kunst
- Kunsterziehung - Lehramt an Gymnasien
- Architektur und Design - Diplom-Ingenieur
- Textilgestaltung - Diplom-Textilgestalter
- Industrial Design - Diplom-Designer
- Master of Design / Integral Studies - Master of Design
- European Design - Bachelor of Design - Bachelor of Design
- European Design - Master of Design - Master of Design
- Kommunikationsdesign - Diplom-Designer
- Restaurierung und Technologie von Gemälden und gefassten Skulpturen - Diplom-Restaurator
- Restaurierung von archäologischen, ethnologischen und kunsthandwerklichen Objekten - Diplom-Restaurator
- Restaurierung und Konservierung von Grafik, Archiv- und Bibliotheksgut - Diplom-Restaurator
- Restaurierung und Konservierung von Wandmalerei und polychromiertem Stein - Diplom-Restaurator
Weiteres Studienangebot:
Verbreiterungsfach Bildende Kunst/Intermediales Gestalten als künstlerisches Beifach für das Lehramt an Gymnasien (Kunsterziehung)
Kommunikations-Design
Kommunikations-Design findet statt im Bereich der Information, der Werbung, der Dokumentation und Repräsentation, der Bildung und Ausbildung und der Ausstellungsgestaltung.
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Medien sind traditionelle Kommunikationsmittel wie die Print-Medien, zunehmend aber auch die sog. "Neuen" Medien wie z.B. internetbasiertes Design. Gerade im Bereich der modernen Massenmedien und der Entwicklung komplexer Kommunikations- und Orientierungssystemen liegen zukunftsträchtige Tätigkeitsfelder (der Computer ist für die Kommunikations- Designer ein selbstverständliches Gestaltungsmittel geworden).
Berufs- und Tätigkeitsfeld
Im Gesamtbereich der visuellen Kommunikation ist auch das Berufsbild der Kommunikations-Desinger/innen zunehmend differenzierter aufgeteilt. Die Berufsausübung kann selbständig, freiberuflich, im Team, im Beamten- oder Angestelltenverhältnis erfolgen. Der/die Kommunikations-Designer/in entwirft und realisiert durch verschiedene Produktionstechniken Kommunikationsmittel im Bereich der Information, der Werbung, der Dokumentation und Repräsentation, der Bildung und Ausbildung und der Ausstellungsgestaltung. Die Darstellungsmethoden der verschiedenen Produktionsmöglichkeiten erfolgen illustrativ, fotografisch/filmisch, typografisch und nach optischen Ordnungssystemen. Die Tätigkeiten umfassen das Planen, Entwerfen, Ausführen und Überwachen von visuellen Kommunikationsmitteln.
Der Beruf des/der Kommunikations-Designers/in ist zunehmend raschen Wandlungen unterworfen. Die Entwicklung geht vom Intuitiv-Künstlerischen in das Planend-Konzeptionelle. Beweglichkeit und Originalität des Geistes überwiegen immer mehr gegenüber der bloß manuellen Virtuosität. Die moderne Technik wird immer visualisierungsfeindlicher, ihre Darstellung erfordert bildungsfähige Intelligenz.
Voraussetzungen
Berufe im Bereich der visuellen Kommunikation erfordern neben einer künstlerischen Gestaltungs- und Beurteilungsfähigkeit eine wache und bildungsfähige Intelligenz. Es bedarf einer eindeutigen Motivation für die Ausbildung und Anwendung der Erfindungsgabe (Kreativität), der Auffassungsgabe (Lernfähigkeit), der Kritik- und Urteilsfähigkeit sowie verbaler Ausdrucksfähigkeit. Die Tätigkeit als Partner und Berater der Auftraggeber setzt sachgerechtes Urteilen und Argumentieren voraus sowie die Fähigkeit, Probleme und Selbstverständnis der Auftraggeber in seine Zielgruppen zu transportieren: direkt, sinnfällig und überzeugend. Darüber hinaus ist die eigene Arbeit von ihrer Bedeutung und Auswirkung innerhalb der Gesellschaft zu reflektieren.
Lehrinhalte
Theoretische und praktische Wissensvermittlung und Tätigkeit greifen im Beruf der Kommunikations-Designer/innen eng ineinander. Die Erweckung von Grundeinsichten wird mit praktischen Aufgabenstellungen ergänzt. Ausbildungsangebot und Ausbildungsinhalte werden innerhalb eines mobilen Programms zu einer selbst-verantwortlichen Berufsfindung transparent und ablesbar gehalten. Das Weiterlernen und Neuerlernen muss bereits nach der Ausbildung als permanenter Selbstschulungsprozess einsetzen.
Lehrmethoden
Den unterschiedlichen Lehrinhalten entsprechend, finden unterschiedliche Lehrmethoden wie Projektarbeit, Übungen, Seminare und Vorlesungen Anwendung. Fast alle angebotenen Lehrveranstaltungen sind Pflichtfächer gemäß der Prüfungsordnung.
Industrial Design
Der Studiengang Industrial Design ist mit ca. 65 Studierenden ein überschaubarer Studiengang.
Die Grundlehre im ersten Jahr wird zusammen mit den Studierenden der Architektur absolviert. Eines der Entwurfsprojekte während des Studiums wird bei Prof. Schmutz (Design und Architektur) absolviert. Internationale Exkursionen, Betriebsbesichtigungen und Ausstellungsbesuche ergänzen das vielfältige und umfassende Programm.
Berufs- und Tätigkeitsfeld
Industrial Design befasst sich in zunehmend internationalem Rahmen mit der Entwicklung und Gestaltung von Produkten und Produktsystemen. Unter Berücksichtigung technologischer Möglichkeiten und gesellschaftlicher Erfordernisse werden Lösungen unter ganzheitlichen Gesichtspunkten entwickelt, die funktionieren, gefallen, intelligent und angemessen sind, Raffinesse und eine Identität besitzen.
Dies umfasst in der Regel seriell gefertigte Produkte, im Einzelfall auch handwerklich gefertigte Einzelobjekte oder Kleinserien. Sie können für den individuellen wie auch den kollektiven Gebrauch bestimmt sein.
Aufgabenbereiche
- Das Initiieren und Mitdefinieren der Entwicklungsaufgabe in Zusammenarbeit mit Unternehmensleitung, Marketing und Produktionsvertretern.(konzipieren und planen)
- Entwickeln von neuen Gestaltungskonzepten, ihrer Darstellung und Präsentation. gestalten und visualisieren)
- Das Initiieren von fortschrittlichen Produktkonzepten und Markenidentitäten. (innovieren und positionieren)
Voraussetzungen
Studienbewerber müssen das Abitur oder einen vergleichbaren Abschluss nachweisen und sich einer 3teiligen, künstlerischen Eignungsprüfung unterziehen, die aus einer Mappe, einer praktischen Klausur und einem Gespräch besteht. Weiterhin wird ein 9-monatiges Industriepraktikum zum Erwerb von handwerklich/technischen Fähigkeiten verlangt.
Das Zulassungsverfahren findet nur einmal jährlich statt.
Lehrinhalte
In den ersten zwei Semestern geht es um Grundlagen, die an Hand von breit gestreuten und konkreten Entwurfsaufgaben geübt werden. Dabei geht es um drei wesentliche Ziele: um die Sensibilisierung des Wahrnehmungsapparates, um handwerklich-technische Fertigkeiten und um das Entwickeln einer Gestaltungsgrammatik und um die Fähigkeit, ein Thema kritisch zu durchdringen.
Im Mittelpunkt der Ausbildung steht die praktische Entwurfstätigkeit. Sie ist das Spezifikum der Ausbildung, in der exemplarische Problemstellungen an konkreten Aufgaben bearbeitet werden. Sie erfordern eine ganzheitliche Betrachtungsweise, bei der es darum geht, Anforderungen des Gebrauchs, arbeitswissenschaftliche, ästhetische, technologische, ökonomische, aber auch ökologische Bedingungen in eine überzeugende und zeitgemäße Form zu bringen.
Lehrmethode
Das Studium des Industrial Design ist im weitesten Sinne als Projektstudium angelegt. Das bedeutet, daß sich am konkreten Projekt Wissen in einem ganzheitlichen Zusammenhang vermittelt.
Nicht fragmentiert, sondern gesamtheitlich gilt es alle Teilaspekte des Industrial Designs und deren Abhängigkeiten bei dieser "Learning by doing" Arbeitsweise zu erfahren. Dabei werden immer die unterschiedlichsten Themen angeboten, deren Schwerpunkte vom experimentellen bis zum praxisorientierten Projekt reichen. Letztere werden in Kooperation mit verschiedensten Unternehmen durchgeführt (Airbus, Gaggenau, WMF, etc.). Es besteht aber auch in Sonderfällen die Möglichkeit in Absprache, eigene Themen vorzuschlagen um persönliche Schwerpunkte im Studium zu entwickeln.
Während des Studienverlaufes finden parallel Theorievorlesungen statt, die sich allgemein mit Fragen der Gestaltung beschäftigen, oder sich intervenierend auf spezifische Problemfelder beziehen.
