Archiv der Kategorie: Usability

Youtube – Interface Design fürs Fernsehen

Youtube hat eine neues, extra für die Wiedergabe am Fernsehen optimiertes Frontend unter der folgenden URL gestartet: www.youtube.com/xl. Die Menüführung ist extrem vereinfacht gestaltet, mit sehr großen Tasten, Buttons und einer auffälligen Suche. Das etwas überraschende an dem neuen Look ist, dass der Grundton nicht weiß, sondern schwarz ist. Mal sehen, ob es nur eine Spielerei bleibt, oder ein wichtiger strategischer Schritt für youtube Richtung Medienimperium.

YouTube-XL-screen-design
Screen-Design ist an die Anzeige auf einem Fernsehen angepasst.

Design an den Hybridautos

Screendesign Hybrid S-Klasse Mercedes

Screendesign Hybrid S-Klasse Mercedes

Neue Aufgabengebiete warten auf Screendesigner in der zur Zeit sehr schwächelnder Automobilbranche. Neue Anzeigen bei Hybridfahrzeugen zum Ladezustand der Batterien, der Kraftverteilung auf unterschiedliche Antriebssysteme usw. müssen neu und schlicht gestaltet werden, um die Aufmerksamkeit des Autofahrers nicht gefährlich zu belasten. In der aktuellen S-Klasse von Mercedes kostet das Hybrid-Modell übrigens 10.000 Euro mehr als vergleichbares Benzin Pendant.

Mobiler Reiseführer am Handy

Dieses Video demostriert beeindruckend die Möglichkeiten vom Einsatz eines G1 Handys mit dem Betriebssystem Android (von Google) in der Kombination mit dem mobilem Reiseführer wikitude. Kombiniert man die GPS Standortdaten mit den Koordinaten der Museen oder Sehenswürdigkeiten (die es kostenlos zum Download auf wikitude.org gibt) erhält man beim Blick durch die digitale Kamera des Handys zusätzliche Informationen zu den von der Software erkannten Umrisse der Gebäude. Natürlich ergibt diese Anwendung ein breites Betätigungsfeld nicht nur für Software Entwickler, sondern auch für Web- und Screendesigner.

Mobiler Reiseführer

Musikvideo Portal von Yahoo

Musikvideo Fans haben es ein Stückchen leichter, seit dem auf allen Musikvideo-Sendern eigentlich nur Werbung für Klingeltöne und höchst fragwürdige Reality Soaps laufen. Wohin führt dieser Zustand jemanden, der eigentlich nur ein paar Musikvideos anschauen möchte? Wie sovieles in letzter Zeit, natürlich ins Internet. Yahoo stieg groß ins Big Business und eröffnete ein Musikportal mit Videos, der sich den Hörgewohnheiten des Users anpasst. Als „Preis“ für das kostenlose Anschauen ist die erzwungene Einblendung von Werbung vor jedem Stück. Damit kann man gut leben wenn man nur ein paar Videos anschauen möchte.
http://new.de.music.yahoo.com/

Modedesign Stylefinder

Elle startet mit einer neuen Interpretation der sorflosen Navigation quer durch die unterschiedliche Stile. Auf der experementiellen Seite kann man durch Klicken auf ein bestimmtes Mode-Artikel „thematisch“ passende Kleider finden. Zusätzlich Farbenfilter sorgt für eine harmonische Farbauswahl. Und sollte man sich in einer viel zu enger Produktkategorie verirrt haben, hilft sicherlich der Stylemix Button, mit dem man einfach alle Atikel durcheinander wirbelt. Mach Spaß!

modedesign stylefinder

stylefinder.elle.de

Multimedia Touchscreen für die Wand

Der Microsoft Gründer Bill Gates hat auf dem CEO Treffen seines Unternehmens in Redmond ein brandneues Produkt seines Konzerns für die nächste Zukunft vorgestellt: Ein Display, das die bereits in Microsofts Multitouch-Tisch Surface verwendete Technik in die Vertikale bringt. Während seiner Keynote führte Gates vor, wie sich Inhalte, die auf dem Computer hinter der „Touch Wall“ genannten Multimedia-Wandtafel abgespeichert sind, mit Gesten von einer speziellen Nutzeroberfläche aufrufen und arrangieren lassen, beispielsweise eine Powerpoint-Präsentation. Die Gesten werden mit einer Kamera registriert, die in die untere Kante des Displays eingelassen ist.

Microsoft fühlt sich nach Gates Aussage durch die bisherige Nachfrage nach Surface angespornt, auf dem Feld der Multimedia-Präsentationstechnik weiter fortzuschreiten, nachdem sich das Telekommunikationsunternehmen AT&T dazu entschlossen hat, das Gerät für die Kundenberatung in seinen Filialen einzusetzen. Die Touch Wall befindet sich noch in der Laborphase. Doch dächten die Office- und Windows-Entwickler bereits darüber nach, wie ihre Software überarbeitet werden müsse, um sie für das Gerät bereitzumachen.

Die Touch Wall dient Gates in seinem Vortrag als Beleg für die Innovationskraft seines Unternehmens. Dabei werde es angesichts der Beschleunigung der Innovationen von Jahr zu Jahr im allgemeinen immer schwieriger, mitzuhalten, sagte Gates in seiner Keynote zu der Veranstaltung mit 115 CEOs aus 26 Ländern. Techniken, die die Büroarbeit verändern werden, an denen Microsoft beispielsweise mit seinem Konzept für „Unified Communication“ arbeitet, würden sich schneller durchsetzen als viele denken. Nachdem die Fotografie und die Musik weitgehend digitalisiert wurden, seien für die kommenden zehn Jahre ähnliche Entwicklungen auch beim Fernsehen zu erwarten, gab der für seine Visionen bekannte Gates einen kurzen Ausblick.

Semantische Suchmaschine

Die Startup-Firma Powerset aus San Francisco hat am Montag erstmals ihre Suchmaschine im Internet angeworfen. Der Start des Dienstes wurde seit Monaten erwartet, über die Erfolgschancen des wechselweise als „Google-Killer“ oder Übernahmeziel für Microsoft gehandelten Dienstes bereits in zahlreichen US-Medien spekuliert.

Powerset soll Eingaben in natürlicher Sprache verstehen und Antworten auf ausformulierte Fragen geben können. Einzelne Suchbegriffe sind ebenso zulässig. Der jetzt öffentlich zugängliche Dienst befindet sich noch in der Betaphase. Er liefert für viele Fragen tatsächlich eine klare Antwort sowie zusätzlich eine Zusammenfassung der zu der Frage gefundenen Informationen und eine Liste der wichtigsten Quellen im Internet. Anders als etwa Google oder Yahoo indexiert Powerset nicht das gesamte Web, sondern durchsucht derzeit nur Wikipedia-Dateien und die offene Datenbank Freebase. Die Quellen sollen nach und nach erweitert werden, wenn sich der Suchdienst als stabil erwiesen hat.

Derzeit versteht Powerset nur Eingaben in Englisch. Dabei analysiert der Suchdienst allerdings Wort für Wort und filtert nicht nur Schlüsselbegriffe aus wie herkömmliche Suchmaschinen. Der Suchraum von Powerset ist damit bedeutend kleiner, allerdings dauert es auch wesentlich länger, eine einzelne Seite zu analysieren. Ein einzelner Prozessor kann für eine Seite mehrere Sekunden brauchen, erklärte Barney Pell, einer der Powerset-Gründer.

Aggregator der Online Aktivitäten

Ein Traum oder ein Alptraum? Mister Wong hat einen neuen Online Dienst www.lifestream.fm gestartet, einen sogenannten Aggregator der Online Aktivitäten der registrierten User. Und damit sind nicht nur die User von Mr. Wong gemeint, nein, nein – der neue Aggregator kann vieles Tracker, was seine User online treiben dokumentieren: gestern ein paar Fotos bei flickr eingestellt, heute ein paar Videos auf youtube zu Favoriten hinzugefügt und gestern Nacht ein paar Spiele online auf Xbox live gezockt. Alles wird akribisch festgehalten. Angepriesen wird der Dienst mit den Worten: „So sehen Eure Freunde immer sofort, wenn Ihr neue Artikel, Bookmarks,
Bilder oder Videos im privaten Blog, bei flickr, Youtube, Mister Wong,
Facebook oder Twitter veröffentlicht.“ Und das alles in Echtzeit!!! Schöne, neue Welt – wir sind Dir ein ganzes Stück näher gekommen!

Visuelle Produktsuche

Eine neuartige Produktsuche, genannt „visual search“ wird im experimentellen Online Shop www.like.com praktiziert. Die Navigation findet nicht mehr (nur) über langweilige und übersichtliche Auswahlmenüs, sondern entweder über einen sehr bequemen, visuellen Formfinder für Schuhe (da werden Outlines der Schuhe dargestellt, so kann man einen bestimmten Typen des Schuhwerks ausmachen, ohne die genaue Bezeichung zu kennen). Daneben steht neben jedem Produkt ein kleiner Button mit dem Sternsymbol, bei dessen anklicken nur ähnliche Schuhe, möglichst auch in gleicher Farbe aus der Produktdatenbank rausgefiltert werden. Da eine ähnliche Suchlogik auch Google diese Woche vorgestellt hat, bin ich der Meinung, dass es die wegweisende Entwicklung bei der Bilder- und auch Produktsuche für die nächsten Jahre sein wird. Sie wäre nämlich beim Einkaufserlebnis im Internet analog zu der Frage an den nicht vorhandenen Verkäufer: „Haben Sie so was ähnliches?“

Interface Design

Interface Design Touchscreen

Das Telekommunikations-Unternehmen AT&T aus USA wird in Kürze ein berührungsempfindliches Multi-Touch Monitor für die Kundenberatung in ausgewählten Filialen der Firma einsetzen. Der Touchscreen wird in Form einer Ablagefläche den Interessenten ermöglichen, das Handy auf das Display abzulegen und per einfachem Drag & Drop es mit den Klingeltönen, Musik, Videos und anderen Inhalte zu versorgen. Die Bildschirmdiagonale beträgt ganze 72 cm und bietet reichlich Platz für die Darstellung unterschiedlicher Informationen.

In Zusammenarbeit mit Microsoft will AT&T mögliche Einsatzzwecke ausloten, sozusagen ein experimentelles Interface Design entwickeln. Das Bedienen des Interfaces wurde vom Microsoft-Chef höchstpersönlich (Steve Ballmer) auf der letzten cebit vorgeführt: sehr stark an die Bedienungsart des iPhones angelehnt, konnte er mit den Fingern durch die Fotogalerien blättern und mit zwei Fingern die Größe der Fotos verändern.