Archiv der Kategorie: Designer A-Z

Heinz Edelmann – Designer von Yellow Submarine verstorben

Der legendäre Designer und Grafiker Heinz Edelmann ist verstorben. Zu seinen bekanntesten Werken zählt das unsterbliche, gelbe U-Boot weltweit bekannt aus dem Zeichentrickfilm mit Beatles „Yellow Submarine“, bei dessen Produktion er als Art Director 1967/1968 mitarbeitete.

Heinz Edelmann war ein Illustrator und Grafikdesigner, der die internationale Grafik der sechziger und siebziger Jahre stark beeinflusst hat. (Geboren in Ústí nad Labem im Juni 1934 in der Tschechoslowakei; gestorben am 21. Juli 2009 in Stuttgart)

Design-Yellow-Submarine

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Design Architektur Haus in der Wüste

Design Architektur Haus

Design Architektur Haus in der Wüste

Architekt Rick Joy sagt über dieses Meisterwerk in der Wüste: „Eigentlich ist es ein Stück Concept-Art“ über seine drei rostige Container, die fein säuberlich in der Sonora-Wüste westlich von Tucson, Arizona, errichtet wurden. Die drei Kästen haben ca. 140 Quadratmeter Grundfläche, zusammen aber bilden sie mit dem entfernter gelegenen Garagen-Käfig einen kleinen Weiler mit schmalen Gassen und Dorfplatz. Eine interessante Interpretation eines modernen mexikanischen Dorfes inmitten glühender Hitze.

Dieses Design Haus wurde auf dem frischen Portal der Design Zeitschrift „Schöner Wohnen“ vorgestellt:
www.schoener-wohnen.de

Interview mti Designer Javier Mariscal

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Designer Javier Mariscal (geboren 1950 in Valencia, Spanien) ist ein international anerkannter Designer und Illustrator. Er wurde insbesondere durch Aufsehen erregendes Produkt- und Industriedesigns sowie die Corporate Designs für die Olympischen Spiele 1992 in Barcelona und für die EXPO 2000 in Hannover international bekannt.

Im Design-Büro des Designers Javier Mariscal ist fast alles erlaubt, auch für Mitarbeiter – denn das mache die Mitarbeiter effektiver.

Das Interview mit Javier Mariscal:

„Mögen Sie Regeln?

Javier Mariscal:

Nein, ich hasse sie. Um kreativ zu sein, braucht man Chaos.

Stimmt es, dass bei Mariscal alle Mitarbeiter kommen und gehen können, wann sie wollen?

Javier Mariscal:

Es gibt keinen strikten Dienstplan, wenn Sie das meinen. Unsere Leute können tatsächlich arbeiten, wann sie wollen. Manche fangen eben erst um 14 Uhr an, andere morgens um sieben. Das hängt von den Projekten und Terminen ab, privat wie beruflich. Davon, ob sie einen Arzttermin haben oder ihr Kind krank ist.

Bei Ihnen können die Mitarbeiter Gemüse anpflanzen, laut Musik hören oder auch mal ein Nickerchen machen …

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Karl Lagerfeld – Preis für das Lebenswerk

Karl Lagerfeld erhält Preis für das Lebenswerk – ELLE Fashion Star in Platin.

Nächste Woche wird in Berlin Chanel Designer Karl Lagerfeld für sein „Lebenswerk“ mit dem neuen ELLE Fashion Star in Platin ausgezeichnet, die Auszeichnung wird während der Fashion Week überreicht.

Den Angaben zufolge wird der Burda-Verlag zum ersten Mal diesen besonderen Modepreis an Jil-Sander-Designer Raf Simons „Best Collection“ und das italienische Trend-Label 6267 „Newcomer“ überreichen.

Supermodel Claudia Schiffer, die den Preis an Lagerfeld überreichen wird und die Jahrelang sehr erfolgreich mit dem Stardesigner gearbeitet hat, sowie die Modemacher Roberto Cavalli und Derek Lam werden ebenfalls am 19. Juli in Berlin erwartet.

Was der Designer von solchen Preisen hält, kann man in diesem Video auf youtube erleben:

Karl Lagerfeld zum Bambi 2007

Designer Sagmeister

In fünfzehn genial aufbereiteten Heften präsentiert der Kult-Designer jene Lektionen, die er in seinem Leben gelernt hat – bisher. Alles begann mit einem einjährigen Kreativitäts-Sabbatical. Sagmeister informierte im Jahr 2000 alle Kunden seines Design-Büros, dass er jetzt einmal ein Jahr lang keine Aufträge annehmen würde. Denn zuviel Arbeit geht auf Kosten guter Einfälle – deshalb nahm sich Sagmeister ein Jahr Zeit zum ausprobieren, basteln und Ideen sammeln. Währenddessen führte er Tagebuch – und genau dort begann er eine Auflistung jener Dinge, die er bisher im Leben gelernt hatte. Das Resultat ist eine aufwändig wie liebevoll gestaltete Retrospektive des eigenen Schaffens in Zusammenarbeit mit Freunden und Partnern mit kurzen Abrissen über Lehrreiches aus dem eigenen Arbeitsleben.

stefan sagmeister cover design

Gute Strategien für Designer

„Niedrige Erwartungen sind eine gute Strategie“, so Sagmeister. Das bezieht er sowohl aufs Kino als auch auf die Beziehungsebene – und natürlich das Arbeitsleben – denn hohe Erwartungen können eben sehr einengend sein. Illustriert wird der Satz von menschlichen Marienkäfern vor großstädtischer Skyline, Eisbären tanzen auf Blumen.
„Alles was ich tue, kommt immer wieder zu mir zurück“, Sagmeisters berühmteste Lektion, im guten wie im schlechten Sinne. Sagmeisters Inszenierung dieser Kampagne ging um die Welt und bewies sich dadurch gleich selbst. In die gleiche Kerbe schlagen Sätze wie „Mut zahlt sich aus“ oder die Erkenntnis, dass Annahmen einem Projekt im Weg stehen könnten – herrlich das Beispiel von Mick Jagger, der auf dem „Bridges to Babylon“-Cover einen Löwen mit Riesenhoden sehen wollte, die wegen eines retouchierten Aerosmith-Covers dann nicht verwirklicht wurden.

„Zu denken, dass das Leben in Zukunft besser sein wird, ist dumm. Ich muss jetzt leben“ ist wohl ebenso allgemeingültig wie die Überlegung „Sorgen lösen nichts“, den Hinweis „Jammern ist dumm – handle oder vergiss“ sollte man sich wohl öfter zu Herzen nehmen.
Sagmeister beschreibt unprätentiös, aber selbstsicher (eine in Österreich oft vermisste Kombination) seine Lebens- und Arbeitserfahrungen. In den Texten finden sich alte Bekannte aus Österreich, in den realisierten Projekten die Elite von Graphik und Design – „Jeder der ehrlich ist, ist interessant“, so eine der Philosophien von Sagmeister. Die trifft vor allem auch auf den Autor des Buches zu.

Designer George Nelson

Erst denken, dann entwerfen
George Nelson hätte vor kurzem seinen 100. Geburtstag gefeiert – Er gilt als einer der bedeutendsten amerikanischen Designer, dessen Entwürfen Theorien zugrunde liegen, die aktueller erscheinen denn je

Theoretisch hatte er recht. „Viel mehr mit viel weniger machen. Alles mit nichts zu schaffen“, lautete ein Prinzip, dem sich der große Designer und Architekt George Nelson verpflichtet fühlte. Vor kurzem hätte der Gestalter und Denker, der auch ein früher Kämpfer für Umweltschutz war, seinen 100. Geburtstag gefeiert. Praktisch kam alles ein wenig anders. Was hätte der 1908 in Hartford, Conneticut, Geborene wohl zur Mailänder Möbelmesse gesagt, auf der man heuer den Eindruck bekommen konnte, wir sollten unsere Einrichtung wechseln wie die Garderobe?

george nelson schreibtisch home desk

Design in größeren Zusammenhängen

George Nelson, der seinen Architektur- Abschluss in Yale machte und neben Charles Eames und Raymond Loewy zu den bekanntesten amerikanischen Designern zählt, war neben seiner Tätigkeit als Gestalter, Architekt, Autor, Dozent, Ausstellungsmacher und Fotograf vor allem Designtheoretiker. Design verstand der 1986 in New York verstorbene Nelson als System, das über die bloße Formgebung hinausgehen müsse. Nelson dachte in größeren Zusammenhängen. 1961 formulierte er: „Das herausragende Problem im Bereich des heutigen Designs betrifft die Frage nach den Wertvorstellungen. Im Vergleich dazu sind jegliche anderen Probleme zwar interessant, sie bleiben jedoch an der Oberfläche.“

Nelson entwickelte unter vielem anderen das futuristische Konzept der sogenannten verborgenen Stadt, deren Gebäude unter der Erde liegen sollten, um ein „menschlicheres“ Umfeld zu schaffen. 1978 sagte er, dass die Computertechnologie „Verkleinerung, Kurzlebigkeit und Entmaterialisierung“ bringen werde.

Erstaunlich vielfältig und verspielt

Geht man ans Eingemachte und betrachtet seine Entwürfe wie zum Beispiel den berühmten „Coconut Chair“, sein „Marshmallow Sofa“, seine Uhrenentwürfe oder den gerade von Vitra in einer Edition aufgelegten „Pretzel Chair“, wirken diese Objekte angesichts der Ernsthaftigkeit, die Nelsons Gedankenwelt prägt, erstaunlich vielfältig und mitunter verspielt. Die Stücke sind zum Teil derart verschieden, dass man sie kaum ein und demselben Reißbrett zuschreiben würde.

Der Sessel, bis heute für viele Gestalter die Königsdisziplin des Möbeldesigns, hatte es Nelson ganz besonders angetan. In seinem Buch „Chairs“ aus dem Jahre 1953 schrieb er: „Welche Objekte von der Nachwelt einmal als besonders typisch für die westliche Kultur betrachtet werden, kann man nur raten, aber ich vermute, dass der zeitgenössische Stuhl darunter sein wird.“ Dem Stuhl sprach Nelson auch als einzigem Möbelobjekt das Recht zu, im Gegensatz zu Schränken, Leuchten oder Sofas losgelöst von der Architektur im Raum bestehen zu dürfen. Der Stuhl hatte für Nelson das Zeug zur Skulptur. Im Falle seiner Sitzgelegenheiten fällt es auf jeden Fall schwer zu widersprechen.

Das Vitra Design Museum in Weil am Rhein zeigt von 13. September bis zum Frühjahr 2009 eine erste umfassende George-Nelson-Retrospektive.
www.design-museum.de

EVE Designer Jonathan Ive

Eine sehr interessante Geschichte über das Entstehen des niedlichen Charakters im nächsten Streifen des sehr erfolgreichen Filmstudios Pixar. Der Regisseur des bald ins Kino kommenden Films wollte einen absoluten High Tech Roboter Charakter mit weiblichem Touch, bei dem jedoch die ganze Technik „verdeckt“ sein sollte. Wer könnte da nicht besser für die Aufgabe passen, als der Haus und Hof Designer von Apple Jonathan Ive. Er wurde für einen Brainstorming in dem Hauptquartier von Pixar für einen ganzen Tag eingeladen, welches jedoch laut Berichten erfolglos verlief. Geschadet hat das ganze anscheinend auch nicht, denn die Mannschaft des erfolgreichen Filmproduzenten kam mit diesem wunderbaren Geschöpf, das schon sehr deutlich den weißen Touch des Apple Designs trägt.

Charakter Design Eve

Kurt Weidemann

Kurt Weidemann wurde 1922 in den Masuren geboren. Von 1941 bis 1945 verbrachte er seinem Kriegsdienst in Russland, mit anschließender mehrjähriger Kriegsgefangenschaft. 1950 begann er mit einer Ausbildung zum Schriftsetzer und studierte anschließend an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart, an der von 1963 bis 1983 auch Professor war.

Kurt Weidemann ist international anerkannter Grafik-Designer, Typograf, Schriftentwerfer, Lehrer und Autor. Er hat das Erscheinungsbild einiger der größten deutschen Unternehmen mit geprägt. Zu seinen bekanntesten Auftraggebern gehörten die Deutsche Bank, die Deutsche Bahn, Porsche und Daimler-Benz. Er hat die Schriften ITC Weidemannn, Corporate A-S-E und Biblica entworfen. Für seine Arbeit wurde er mit unzähligen Preisen ausgezeichnet.

Zu seinem Markenzeichen gehört sein schwarzer Hut, von dem er anscheinend unzertrennlich ist.

Schriftendesign von Kurt Weidemann

  • Biblica (1979), wurde später umbenannt in
  • ITC Weidemann (1983)
  • Corporate A-S-E (1985–89), als Hausschrift der Daimler Benz AG von Kurt Weidemann entworfen, Reinzeichnungen von Kurt Strecker
  • Klett Domus, Hausschrift für den Ernst Klett Verlag

Auszeichnungen von Kurt Weidemann

  • 1995 Lucky Strike Designer Award der Raymond-Loewy-Stiftung
  • Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland

Bücher vom Designer Kurt Weidemann

  • Kurtstexte. Essays, Interviews und Reden, AV-Edition, Stuttgart 1998, ISBN 3-929638-21-5 (4 Auflagen)
  • Wahrnehmen, Ideen finden, Gestalt geben, Hatje/Cantz, Ostfildern-Ruit 2004, ISBN 3-7757-9167-1
  • Wo der Buchstabe das Wort führt. Ansichten über Schrift und Typographie, Cantz, Ostfildern 1997 und 2006 (4. Auflage), ISBN 3-89322-521-8
  • Worte und Werte, Verlag Hermann Schmidt, Mainz, 2005, ISBN 3-87439-690-8
  • Wortarmut. Im Wettlauf mit der Nachdenklichkeit, Cantz, Ostfildern 1995, ISBN 3-89322-643-5
  • Worte. Auf die Waage gelegt, auf die Schippe genommen, Hatje Cantz, Ostfildern-Ruit 2000, ISBN 3-7757-9037-3
  • Kaum ICH, Die Feldtagebücher und die Gefangenschaft von Kurt Weidemann 1940–1950, © Kurt Weidemann 2002 (Privatdruck)
  • Zahlreiche Beiträge und Typographische Beilagen als Schriftleiter der Fachzeitschrift Der Druckspiegel 1959 und in weiteren Design-Zeitschriften