Gimp oder Photoshop, kann es etwa eine ernst gemeinte Frage sein? Zumindest für einen Grafiker? Ich arbeite seit über 7 Jahren mit Photoshop und kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass der Text bei den ersten Versionen dieser Bildbearbeitungs-Software nach dem Entippen sofort in Bitmap-Grafik umgewandelt werden. Keine Korrekturmöglichkeit. Keine Skalierbarkeit. Inzwischen unvorstellbar.
Wozu nach einer Alternative zu Photoshop suchen – diese allmächtige Grafikbibel kann doch wirklich alles? Die Antwort ist kurz, aber gut verstänglich: DER PREIS. Die aktuelle Version Photoshop CS 2 kostet immerhin stolze 1042,84 Euro. Gimp dagegen nichts, 0, Null, gratis, auch OpenSource genannt. Allein aus diesem Grund lohnt es sich auf jeden Fall diese Software genauer unter die Lupe zu nehmen. Vor allem, wenn Gimp damit angibt, in der Bildbearbeitung im Nichts dem mächtigen alten Meister nachzustehen.
Die Installation von Gimp verlief zumindest auf meinem PC problemlos. Nach mehrfachen verzweifelten Versuchen fand ich total genervt die Ebenen-Anzeige unter einem sehr merkwürdigen Begriff versteckt (kommt kein Mensch drauf, nur über die Hilfe auffindbar). Nun ja, das Inteface ist sehr gewöhnungsbedürftig nach kurzem Ausprobieren: auf jeden Fall eine Notlösung, aber spielt nicht in der selben Liga.
Ich kann jeden wirklich nur aufmuntern, Gimp auszuprobieren und selbst einen Urteil zu bilden. Die Funktionen sind grob 80% ähnlich zu Photoshop, aber das Interface… Ich fand es extrem anstrengend mit diesem Programm zurecht zu kommen. Aber wie gesagt, downloaden und testen:
Gimp kosteloser Download:
http://www.gimp.org/downloads/
Photoshop Tryout (Testversion 30 Tage):
www.adobe.com/go/tryphotoshop_de